Heilpraktikerin Caroline Schneider




 

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Caroline Schneider
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85276 Pfaffenhofen

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Die Praxis besteht seit über 30 Jahren.

Sie wurde bis März 2012 von meiner Mutter Dr. phil. Brigitte Schneider geführt. Nachdem ich mein ganzes Leben lang "Homöopathie gelebt" habe durch meine Mutter, hatte ich das Glück, nach meiner Heilpraktikerausbildung (2009) drei Jahre bei ihr zu lernen und immer mehr mitzuarbeiten, so daß wir seit ca. 2010 die Praxis zusammen betrieben. Nachdem meine Mutter leider im April 2012 verstorben ist, habe ich die Praxis übernommen und führe sie in ihrem Sinne weiter mit der Ergänzung (seit 2010) der Craniosacralen Therapie.


Meine Therapieangebote sind:

Klassische Homöopathie nach Hahnemann, d. h. Behandlung mit dem am besten passenden, individuell abgestimmten Einzelmittel, dem sogenannten Simile, sowohl in akuten Fällen wie auch als konstitutionelle Therapie.
Bachblüten als Zwischenmittel oder als Begleittherapie zur Stabilisierung der Psyche.
Neuraltherapie nach Dosch, vor allem bei akuten Schmerzen (Koliken, Neuritiden).
Radionik nach Copen. Blutprobenuntersuchung im Dienst der Klassischen Homöopathie zur Repertorisation, zur Diagnostik über die Information der morphogenetischen Felder und zur Therapie mit elektromagnetischen Frequenzen.
Die craniosacrale Therapie

 

Deutsche Gesellschaft für Klassische Homöopathie e.V.

www.freieheilpraktiker.com

 

 

 

 

 

 

Was versteht man unter Klassischer Homöopathie nach Hahnemann?

 

Definition

Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die auf das Ähnlichkeitsprinzip gegründet ist. Ihr Name ist aus den griechischen Worten "homoion" (= "ähnlich") und "pathos" (= "Leiden") zusammengesetzt und stammt von dem Entdecker der wissenschaftlichen Homöopathie, dem Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann (geb. 1755 in Meißen, gest. 1843 in Paris). Sie versteht sich als "Arzneimittelreiztherapie" und folgt der klassischen Therapieregel ihres Begründers Samuel Hahnemann "similia similibus curentur", d.h. "Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden. Dieses "Ähnlichkeitsgesetz" ist eines der wichtigsten Grundprinzipien der Homöopathie.

Der Klassischen Homöopathie steht die Allopathie (zunächst Allöopathie) gegenüber. Der Begriff wurde aus den griechischen Worten "allos" (= "anders, entgegengesetzt") und "pathos" gebildet. Er bezeichnet die Heilmethode mit Heilmitteln, deren Wirkung den Krankheiten entgegengerichtet ist.

Grundlagen

Das Ähnlichkeitsgesetz

Es wurde im Jahre 1790 durch einen Selbstversuch Hahnemanns mit Chinarinde von diesem entdeckt und besagt Folgendes:

Nur derjenige Stoff, dessen Prüfungsbild dem Symptombild ähnlich ist, welches ein kranker Mensch hervorbringt, ist in der Lage, später in der potenzierten Form einen kranken Menschen zu heilen.

In seinem Buch "Organon der Heilkunst" (1810 zum 1.Mal gedruckt) schreibt Hahnemann: "Das heilende Wesen in den Arzneien erzeugt im gesunden Körper Symptome. Hier offenbart jede einzelne Arznei ihre Heilungskraft. Arzneien werden nur dadurch zu Heilmitteln, weil sie künstlich Krankheitssymptome erzeugen können – ähnliche Symptome. Es bleibt daher keine andere Anwendungsart der Arzneien übrig als die Arznei zu suchen, die ein ähnliches Krankheitsbild erzeugen kann"(§22).

So kann z.B. nach Ansicht des Homöopathen ein bestimmter Kopfschmerz nur von einem Mittel geheilt werden, welches am gesunden Menschen einen ähnlichen Kopfschmerz erzeugen kann.

Die Vorstellung von der Lebenskraft ("Dynamis")

Die Homöopathie geht von der Voraussetzung aus, daß jeder Mensch – sonst wäre er nicht lebensfähig – eine Form von Energie besitzt. Diese unsichtbare Energie ist eine tief im Zentrum wirkende Kraft, die von Samuel Hahnemann "Dynamis" genannt wird und die Bezeichnungen "Lebenskraft", "Lebensenergie", "Vitalität", "vitale Energie" oder auch "Selbstheilungskraft" umfaßt.

Ihre Hauptaufgabe ist es, Harmonie und Ordnung im Organismus zu schaffen. "Im gesunden Zustande des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis den materiellen Körper (Organism) belebende, Lebenskraft (Autokratie) unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten, so daß unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses lebendigen, gesunden Werkzeugs frei zu dem höhern Zwecke unsers Daseins bedienen kann" (Organon §9).

Die "Dynamis" ist vom homöopathischen Gesundheits- bezw. Krankheitsbegriff nicht zu trennen.

Die Vorstellung von "Gesundheit"

Das Hauptanliegen der Homöopathie ist es, den Menschen "vollkommen", d.h. auf allen Ebenen des Seins, gesund zu machen. Hahnemann sagt dazu: "Sind die Krankheitssymptome behoben, bleibt nur Gesundheit übrig". Sein Ziel ist es, die beim kranken Menschen in Disharmonie geratene Lebenskraft mit Hilfe homöopathischer Mittel wieder zu harmonisieren. "Wohl ist der Organism materielles Werkzeug zum Leben, aber ohne Belebung von der instinktartig fühlenden und ordnenden Dynamis so wenig denkbar, als Lebenskraft ohne Organism; folglich machen beide eine Einheit aus, obgleich wir in Gedanken diese Einheit der leichteren Begreiflichkeit wegen in zwei Begriffe spalten" (Organon §15).

Ist die Ursache ("causa") der Krankheit beseitigt und sind die Selbstheilungskräfte wieder angeregt, verschwinden auch die körperlichen Beschwerden.

Der "Urzustand" jedes Menschen, das ursprüngliche "Wesen" des Menschen ist ein Positivzustand, bei welchem ein harmonisches Gleichgewicht der Kräfte herrscht.

Die Vorstellung von "Krankheit"

Ist "Gesundheit" ein harmonisches, freies Fließen der Lebenskraft, dann bedeutet "Krankheit" Disharmonie oder Blockierung der Lebenskraft: Der kranke Mensch ist der "verzerrte" gesunde Mensch. "Das Leiden der krankhaft verstimmten, geistartigen, unsern Körper belebenden Dynamis (Lebenskraft) im unsichtbaren Innern und der Inbegriff der von ihr im Organism veranstalteten, äußerlich wahrnehmbaren, das vorhandene Uebel darstellenden Symptome, bilden nämlich ein Ganzes, sind Eins und Dasselbe" (Organon §15).

Krankheit ist kein "vom lebenden Ganzen, vom Organism und der ihn belebenden Dynamis gesondertes, innerlich verborgenes Wesen", das bekämpft werden muß. Vielmehr gehört Krankheit individuell zu dem Menschen, der sie hervorgebracht hat. Sie ist seine spezifische Ausdrucksform für einen tiefer liegenden Mißstand, das Endprodukt tief und lang wirkender Kräfte.

Da "Krankheit" nicht vom Menschen zu trennen ist, sondern vielmehr eine individuelle Ausdrucksform für in Disharmonie geratene Kräfte, müssen auch Methode und Arzneimittel individuell sein.

Methode

Die Zusammenarbeit von Patient und Homöopath

Um einen Patienten homöopathisch behandeln zu können, muß der Therapeut vieles von diesem erfragen.

Beim ersten Gespräch wird er sich längere Zeit über dessen Beschwerden unterrichten lassen und versuchen, das Gesamterscheinungsbild seines Gegenübers durch genaue Beobachtung festzuhalten.

Da der kranke Mensch in seinem spezifischen Entwicklungszusammenhang gesehen wird und Krankheit nach Auffassung der Homöopathie demnach immer eine Entstehungsgeschichte hat, sind eine Krankenbiographie (Kinderkrankheiten, Impfungen, eingenommene Medikamente) und Auskunft über Krankheiten der Familie unerläßlich.

Während der gesamten Behandlung ist der Homöopath auf Berichte, Äußerungen und Schilderungen über den Zustand des Patienten angewiesen. Die Behandlung erfolgt in enger, partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Partnerschaftlich, weil der Homöopath auf die Selbstbeobachtung des Patienten und seine Beschreibung von Veränderungen, die durch das verordnete Mittel eingetreten sind, angewiesen ist. Ein großer Teil der Verantwortung für den Genesungsprozeß liegt somit beim Patienten, der sich mit der homöopathischen Behandlung auf die Konfrontation mit "seiner" Krankheit und sich damit auf sich selbst einlassen muß. Das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Homöopath ist deshalb besonders wichtig. Er muß Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden können, um das individuelle Heilmittel für seinen Patienten finden zu können.

Fragebogen und Mittelbilder; die Repertorisation

Außer durch das Gespräch kann sich der Therapeut mit Hilfe eines homöopathischen Fragebogens ein Gesamtbild von seinem Patienten machen.

Das "Wesen" der Krankheit soll so genau wie möglich und so ganzheitlich wie möglich erfaßt werden. Aus diesem Grund sind Namensbezeichnungen der Beschwerden, wie z.B. "Angina pectoris", von Seiten des Patienten relativ unwichtig, entscheidend ist die genaue Charakterisierung der Beschwerden, der Symptome, der Modalitäten, d.h. der Art und Weise ihrer Besserung oder Verschlechterung.

Dabei kann nach einem Grundschema vorgegangen werden:

1) Wann? D.h. zu welcher Zeit des Tages oder der Nacht treten die Störungen, körperlicher oder seelischer Art oder beides, auf.

2) Warum? D.h. wodurch treten die Störungen in Erscheinung? Es soll die Ursache angegeben werden, welche diesselben ausgelöst hat oder immer wieder auslöst, also die Modalität, die verschlechtert (Wärme, Kälte, Wetter, Nahrung, Ruhe, Druck, Aufregung etc.) oder auch umgekehrt, Besserung verspricht, bzw. was man instinktiv tut, um sich besser zu fühlen (natürlich ohne die Einnahme von Medikamenten).

3) Wie? D.h. in welcher Art und Weise machen sich die Störungen bemerkbar, wie ist die Art der Schmerzen und Empfindungen, z.B. stechend, brennend, drückend, schießend, klopfend usw. oder gibt es ein Gefühl "als ob..."?

4) Wo? An welchen Orten genau treten die Störungen auf?

"Gefühlssymptome" und "körperliche Symptome" sind in verschiedenen Rubriken der Arzneimittellehren ("Materiae medicae") verzeichnet, müssen jedoch in einem einzigen, passenden Mittel ihre Entsprechung finden.

Mit Hilfe von Gespräch, Fragebogen und Untersuchung entsteht so das Gesamtbild des kranken Menschen, der Charakter seiner Krankheit. Dieses "Symptomenbild" des Kranken wird nun mit den "Mittelbildern" in Frage kommender Arzneien verglichen.

Jedes homöopathische Mittel hat sein eigenes Bild, in welchem die Wirkung, die es hervorbringt, dargestellt wird. Da "Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden soll", ist die Arznei, deren Mittelbild dem Symptombild am meisten entspricht, die individuell passende für den Patienten.

Den Vorgang des Vergleichens von Symptom und Mittelbild durch den Homöopathen nennt man "Repertorisation", die gefundene Arznei "Simile" (= das Ähnliche).

Die Zusammenstellung von Fragebögen und Mittelbildern ist in jahrelanger Zusammenarbeit von Homöopathen und durch deren Aufzeichnungen über Arzneimittelprüfungen entstanden. In diesen provoziert ein gesunder Prüfer die Symptome, die von den einzelnen Arzneien hervorgerufen werden können. Sie werden dann in der "Materia medica" nach Rubriken geordnet. Darüber hinaus wurden und werden Heilungsprozesse von Patienten und damit die Wirkungsweise der eingenommenen homöopathischen Mittel beobachtet, gesammelt und als "klassische" Fälle in Fachzeitschriften oder Vorträgen bekannt gemacht. Jede Verordnung beruht demnach auf der Erfahrung, die mit der jeweiligen Arznei am einzelnen Menschen im Laufe von rund 200 Jahren gemacht worden ist.

Das homöopathische Mittel, die Potenzen

Durch das Verreiben einer Rohsubstanz, z.B. Schwefel, mit Milchzucker wird das homöopathische Mittel hergestellt. Hahnemann hatte mit einer Ursubstanz von Chinarinde seine Experimente begonnen und festgestellt, daß je öfter der Verreibungs- oder Potenzierungsvorgang vorgenommen wurde, desto stärker die pharmakologischen Eigenschaften der Substanz zum Vorschein kamen, die Heilwirkung desto größer war. Er nannte seine so hergestellten Arzneien, in denen offenbar eine vorher "eingeschlossene" Energie lebendig wurde, "geistgemachte".

Die Wirkungsverstärkung geht so weit, daß Substanzen, die im Urzustand völlig inaktiv sind, z.B. Lycopodium (Sporen von Bärlapp), oder Siliciumdioxid (reiner Feuerstein) durch dieses Verfahren therapeutische Kräfte bekommen. (Hier wird der Unterschied zu Heilmitteln aus der Naturheilkunde, in welcher ausschließlich natürliche Rohstoffe verwendet werden, deutlich).

Ab der 9. Verdünnung ist keine Substanz des Rohmittels mehr vorhanden, und da homöopathische Mittel bis Centesimalpotenzen dynamisiert (= potenziert, "verdünnt") werden, besitzt nahezu kein Heilmittel mehr Substanz, "nur" noch die dem Urstoff innewohnende Energie. Aus diesem Grund wird die Zubereitung des homöopathischen Mittels "Potenzierung", "Dynamisation", genannt. Die homöopathische Verdünnung wird durch ihre Entstofflichung, ihre Entmaterialisierung nicht geschwächt, sondern gerade dadurch stärker, "potenter".

Was damals nur durch Ausprobieren gefunden wurde und nicht physikalisch oder chemisch belegt werden konnte, findet seine Erklärung in unserer Zeit z.B. durch die Entdeckung des Atoms und seiner Spaltung, bei der ungeheure Kräfte freigesetzt werden.

Wirkungsweise

Aus der Zubereitung des homöopathischen Mittels läßt sich seine Wirkungsweise ableiten:

Ein Mittel, das an einer energetischen Kraft ansetzen und sie harmonisieren soll, muß energetischer Natur (= dynamisiert) sein.

Die homöopathische Arznei ist eine auf den Menschen wirkende Kraft, ein "energetischer Fokus". Sie wirkt durch eine Entladung auf die Lebenszentren des Organismus, beseitigt Fehlreaktionen und löst spezifische Heilreaktionen aus.

Die Wirkung, die Heilkraft der Arzneien, läßt sich allein durch die Reaktion des Patienten, der das Mittel einnimmt, feststellen. Dies ist der einzige und augenscheinlichste Wirkungsnachweis.

Das "mitsinnige" oder Ähnlichkeitsprinzip beinhaltet, daß die homöopathische Arznei Impulse an die vitalen Kräfte des Kranken gibt, welche diese zu einer Heilreaktion anregen. Vergleichbar mit einem Uhrwerk, welches durch einen kleinen Stoß am Pendel in seiner Gesamtheit wieder in Gang gesetzt wird, stößt der Impuls das Gesunde im Kranken an. "Da die passende Arznei kein Totschläger von Symptomen, sondern ein mitsinnig steuernder Feinreiz sein soll, wird sie nicht überrumpelnd eingesetzt, sondern anklopfend, rhythmisch." (Herbert Fritsche: Samuel Hahnemann, Idee und Wirklichkeit der Homöopathie, Stuttgart 1954, S. 137).

Der Heilungsprozeß

Da Krankheit eine Entstehungsgeschichte hat und untrennbar in den Entwicklungsprozeß des Individuums eingebunden ist, verläuft auch der Prozeß der Heilung in einer Art "Rückentwicklung", d.h. die Symptome verschwinden in umgekehrter Reihenfolge ihres Auftretens. Das zuletzt aufgetretene, z.B. ein Hautausschlag, verschwindet als erstes und das dahinter liegende, evtl. eine Schlafstörung, kommt zum Vorschein.

Dieser mit einem "Zwiebelschälverfahren" vergleichbare Vorgang, wenn ein Symptom nach dem anderen wie die Schalen einer Zwiebel wegfällt, in chronologischer Reihenfolge geheilt, setzt sich so lange fort, bis der Entstehungsursprung (die "causa") der Krankheit erreicht ist. Er verläuft von der Oberfläche, von der Peripherie zum Zentrum. Bis zu dem Punkt, an welchem die "Dynamis" wieder frei walten kann, können die verschiedensten, scheinbar nicht zusammenhängenden Phänomene auftreten.

Wissenschaftsverständnis

Die Homöopathie ist eine phänomenologische Medizinwissenschaft, die sich aus der Allgemeinmedizin des 18. und 19. Jahrhunderts heraus entwickelt hat. Ihre "Arzneimittellehren" oder "Materiae medicae" sind voll von Phänomenen, Symptomen, Zeichen und Modalitäten. Sie ist eine empirische Wissenschaft, die aus dem Sammeln von am Menschen gemachten Erfahrungen und Beobachtungen gewachsen ist.

Während die "moderne" Wissenschaftsmethode der letzten 3 Jahrhunderte die ihr als solche zunächst rätselhaften Phänomene der Natur zu erklären versucht, hält sich die Homöopathie an das Lesen derselben. "Indem man hier dem naturwissenschaftlichen Denken unbegrenzte Möglichkeiten zutraut, reduziert sich damit gleichzeitig der Mensch und seine Welt auf die Kategorien der Naturwissenschaft. So groß und mächtig der menschliche Verstand eingeschätzt wird, so klein und eindimensional wird dadurch der Mensch in seinem ganzen Wesen. 

Demgegenüber beruht die Homöopathie gerade auf der Überzeugung Hahnemanns und seiner Nachfolger, daß der menschliche Geist das innerste Wesen dynamischer Krankheiten prinzipiell niemals wird erforschen können, sei es nun naturwissenschaftlich, naturphilosophisch, psychologisch oder dergleichen. Was eine dynamische Krankheit ist, läßt sich für Hahnemann nur aus ihren Äußerungen, also ihren wahrnehmbaren Symptomen erkennen. Der Verzicht auf eine streng naturwissenschaftliche Suche nach der prima causa eines gegebenen Krankheitszustands ermöglicht andererseits aber die Wahrnehmung eines wesentlich breiteren Spektrums an Details von Beschwerden im körperlichen, seelischen und geistigen Bereich. So klein und begrenzt die Reichweite des menschlichen Verstandes hier also eingestuft wird, so groß und reich sowohl an Facetten als auch an Tiefe erscheint der einzelne Mensch schließlich in einer homöopathischen Anamnese." ( Priv.Doz. Dr.med. Dr.phil. Josef M. Schmidt, Institut der Geschichte der Medizin, in: Naturheilpraxis 62.Jgg., Februar 2009, Pflaum Verlag GmbH, München, Blätter für Klass. Homöopathie, S.220.)

Der Homöopath interpretiert nicht und stellt keine Hypothesen auf, weder beim Aufsuchen der Arzneimittelsymptome noch bei der Suche nach den Simile-Zeichen des Patienten. Die Frage nach dem "Warum?" verliert dabei an Bedeutung: "Nicht warum, sondern daß ein Patient Angst, Heimweh oder Depression an den Tag legt, ergibt den wertvollen Hinweis" (Fritsche, a.a.O., S.331).

Manuskript von Elisabeth Schneider M.A., überarbeitet und gekürzt von Dr. Brigitte Schneider

 

Was sind Bachblüten?

Der Entdecker

Der Name dieser sanften Therapie mit Essenzen aus ausgewählten Pflanzen oder auch einem bestimmten Wasser klingt an sich schon wie Natur, weil er im Deutschen an einen frischen Bach mit Quellwasser erinnert. Er stammt aber vom Entdecker der heilsamen Substanzen, einem englischen Arzt, der von 1886 bis 1936 lebte.

Edward Bach hatte mit zwanzig Jahren sein Studium Londoner University College Hospital aufgenommen und 1913 mit der Approbation abgeschlossen. Zunächst wurde er Unfallchirurg in einem Londoner Krankenhaus, dann arbeitete er während des ersten Weltkrieges als Bakteriologe am University College Hospital. Er fand sieben Typen von menschlichen Darmkeimen, "die zu Impfstoffen verarbeitet und zur Behandlung eingesetzt werden konnten." (Dr.Edward Bach, Gesammelte Werke, Von der Homöopathie zur Bach-Blütentherapie, Grafing 1989, S. 10). "Seine Entdeckungen im Zusammenhang mit Darmbakterien waren ein wichtiger Beitrag zur zeitgenössischen Medizin." (a.a.O., S.17). Noch heute werden die sogenannten "Darmnosoden" in potenzierter Form als homöopathische Heilmittel verwendet. Bach erarbeitete für sie nach genauer Untersuchung, wie in der Klassischen Homöopathie üblich, Mittelbilder, die ihre Wirkungsweise beschreiben.

Im März 1919 begann er, am Londoner Homöopathischen Krankenhaus zu arbeiten und seine Forschungsergebnisse zu veröffentlichen, die ihn bald berühmt machten. Doch nach einer Krebsoperation, die ihm noch drei Lebensmonate verschaffen sollte, wurde die Suche nach der "wahren Heilung" zum Inhalt der letzten neunzehn Jahre, in denen immer stärker der geistig-seelische Aspekt einer Krankheit neben das medizinische Bild trat. Er fand sich wiederholende emotionale Verhaltensmuster, die "einer Erweiterung der homöopathischen Arzneimittelbilder" glichen. Jetzt sollten pflanzliche Heilmittel die bakteriellen Vakzine ersetzen. (a.a.O., S. 12)

Nach intensivem Forschen hatte er 1930 neun Blütenarzneien gefunden und veröffentlichte in seiner Schrift "Heal Thyself" ("Heile dich selbst") die Methode der Herstellung dieser neuartigen Mittel. In den letzten sechs Jahren, die ihm blieben, vervollständigte er die Beschreibung der archetypischen Seelenzustände und ordnete ihnen die jeweils zur Harmonisierung geeignete Pflanze zu. Die Liste umfaßt siebenunddreißig "Bachblüten" und das "rock water", Quellwasser.

Die Herstellung

Die verwendeten Essenzen stammen von sehr "einfachen" Pflanzen, wie dem Heidekraut (heather), dem Stechginster (gorse) oder der Wegwarte (chicory), von der Zitterpappel (aspen), der Eiche (oak) und dem Nußbaum (walnut). Die Tropfen sollen möglichst in der Nähe des Ortes hergestellt werden, wo die Pflanzen wachsen. Dort werden die Blüten in eine Glasschale gelegt, die mit Quellwasser gefüllt in den Sonnenschein gestellt wird, bis die Blüten zu welken beginnen. Das sind zwischen zwei und sieben Stunden, je nach Art der Pflanze und Intensität der Sonnenbestrahlung. Von diesem Wasser werden Vorratsflaschen, die sogenannten "stock bottles" abgefüllt ( eine Hälfte Wasser, die andere zur Haltbarmachung Weinbrand), aus denen wiederum einige Tropfen für das Einnahmefläschchen entnommen werden.

Die Therapie

Dr.Bach suchte nach einem Weg, Krankheit ganzheitlich zu behandeln und die verlorene Harmonie des Zusammenspiels zwischen Körper und Seele wiederherzustellen. Die Charakteristika der einzelnen Blüten sind verknüpft mit einem negativen Zustand, der durch sie in den entsprechenden positiven umgewandelt wird. So wie zu einer Photographie das Negativ gehört, so hat jede Erscheinungsform einer gesunden Seelenstruktur, wie zum Beispiel Selbstvertrauen, Mut oder Entscheidungsfreude ihre negative Seite, die sich in verschiedenen Ängsten, in Depression oder Mutlosigkeit, in Schuldgefühlen oder Minderwertigkeitskomplexen äußert. Beides ist in einer Persönlichkeit angelegt, in Zeiten der Schwäche überwiegt die dunkle Seite. Sie soll durch die passenden Blüten erhellt, getröstet und harmonisiert werden. Die Einnahme richtet sich ganz nach den Bedürfnissen, von vier Mal täglich vier Tropfen bis zu zehn Mal. Nebenwirkungen oder eine Überdosierung sind nicht zu befürchten.

 

Was ist Radionik?

Kurzer historischer Überblick

Die Erkenntnisse unserer Zeit aus Molekularbiologie, Quantenmechanik und Kybernetik, die Erforschung menschlicher Gene, haben unser altes Weltbild auf nahezu allen Gebieten explosiv erweitert. Vor allem die Erkenntnisse der Atomphysik können Erklärungen für die Wirkungsweise des homöopathischen Prinzips liefern. Die Parallele zwischen der Spaltung kleinster Teilchen und homöopathischer Verschüttelung unter Freisetzung gewaltiger Energien kann auch von Laien gezogen werden.

Aber auch für die Weltraumforschung wurden Geräte entwickelt zur Messung feinster Strahlungen, die bis dahin als nicht existent galten, weil sie nicht meßbar waren.

Auf medizinischem Gebiet wurde vor rund hundertzwanzig Jahren für eine Art "Strahlentherapie" in Amerika die sogenannte "black box" von dem Arzt Dr.Albert Abrams entwickelt; in England vor etwa fünfzig Jahren ein "multi-oscillator unit and detector" genanntes Gerät, welches das psychosomatische Kräftefeld über verschiedene Frequenzen analysierte und therapierte. (Vgl. dazu Geo.W. de la Warr, Vortrag vor der Oxford University Medical Society vom 30.10.63: The Psychosomatic Force Field). Spätere Apparate wurden von ihrem Konstrukteur, Bruce Copen, "Radionic Computer" genannt. Er setzte die Bezeichnung zusammen aus "Radio" und "Electronics, worin sich die beiden Funktionselemente widerspiegeln, nämlich die Arbeit mit Wellenlängen und mit einer Art Elektrizität oder Strahlung. Eine andere Erklärung des Begriffs legt die Entstehung aus den Worten "radiation" und "ionic" in die Dreißigerjahre in Amerika ". Auch hier sollte die Form von Energie beschrieben werden, "die sowohl von den Proben als auch von den Instrumenten ausgeht, wenn sie in einer bestimmten Weise gebraucht werden." (Peter W. Köhne,Dipl.Ing.: Heilmethode mit Zukunft, raum & zeit 64/93, S. 101).

Funktion

Radionik ist ein bioelektronisches Diagnose- und Therapieverfahren, "obwohl es in einem gewissen Sinne nur bedingt "elektronisch" ist. Sie ist in den Vereinigten Staaten und England zu Hause und in den deutschsprachigen Ländern noch weitgehend unbekannt. Die Berichte über sie zeigen, daß sie nicht nur eines der ungewöhnlichsten Diagnose- und Therapieverfahren darstellt, sondern geradezu eine Art "elektronischer Magie", deren sensationelle Möglichkeiten, wenn sich die Berichte bewahrheiten sollten, sie nicht nur zu einem potenten Heilverfahren machen, sondern auch Befürchtungen in Bezug auf zerstörerischen Mißbrauch wecken." (Marco Bischof: Das Licht in unseren Zellen, 1987. Zitiert aus einem Vortrag von Rik Wödl am 23.4.02 in Erlangen).

Radionik ist in der Lage, auf Felder mit elektromagnetischen Eigenschaften zu reagieren, d.h. bestimmte Frequenzen oder Schwingungen aufzunehmen und mit anderen zu vergleichen. Das macht sie so wertvoll für die Klassische Homöopathie, bei der es um die Suche nach dem passenden Medikament für den Patienten, dem Simile, geht.

Wenn wir davon ausgehen, daß Materie der Zustand verdichteter Energie ist und wir deshalb auf energetischem Weg medikamentös behandelt werden können, dann liegt der Schluß nahe, daß wir das Problem der Mittelfindung lösen können, indem wir die Frequenzen des Organismus oder einzelner Organe, die sich alle nach Wellenlänge und Frequenz voneinander unterscheiden, mit denen der Arznei vergleichen und versuchen, möglichst übereinstimmende Schwingungen zu finden. (D. Aschoff hat dies mit radiästhetischen Mitteln versucht und sagt: "Ich habe zwar die Mittel radiästhetisch ermittelt, aber damit nicht den Boden der klassischen Homöopathie verlassen. Ich möchte fast die Behauptung wagen, daß durch die Radiästhesie die klassische Arzneimittelwahl erst möglich wird!" (Zitat aus: Die elektromagnetische Schwingung von Körper, Blut und Medikamenten, Wuppertal 1977, S.17).

Als Untersuchungsmuster genügt eine Blutprobe des Patienten, da in jeder einzelnen Zelle das gesamte Muster des Individuums gespeichert ist. (Vgl. dazu die Untersuchungen Prof. Currys, Dießen, zur Krebsfrüherkennung durch die Strukturierung eines Blutstropfens oder auch den sogenannten Carcinochromen Reagenztest (CCR) ( J. Sachsse,, Prophylaxeforschung, Radolfzell 1982) und viele ähnliche Methoden, die mit einem solchen "sample" arbeiten.). Darin eingeschlossen sind alle Seinsebenen, sowohl die körperliche wie auch die psychische und geistige, die Ebene der Aura und die Einbindung in den Kosmos. Wenn wir auf diese Weise ein Simile für möglichst viele Schichten finden, dann können wir davon ausgehen, daß es auch eine tieferliegende Ursache der Erkrankung erfaßt und dauerhaft heilt.

(Auszug aus:The homeopathic Treatment of chronic Diseases with the help of Radionic Computers, Brigitte Schneider M.A., 1992)

Unter dem Link http://www.mtec-ag.de/1_3_1_3.ASP?lang=de wird sowohl über radionische Wirkungsweise als auch über einen Versuch zum Beweis der Wirksamkeit homöopathischer Hochpotenzen durch Prof. Dr. Karen Nieber, Leiterin des Instituts für Pharmazie der Universität Leipzig, berichtet.

 

Die craniosacrale Therapie

Die craniosacrale Therapie (kurz: Cranio) ist eine ganzheitliche, sehr sanfte manuelle Behandlungsmethode, die nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf psychischer Ebene große Wirkungen erzielt. Dabei werden, ähnlich wie bei der Homöopathie, vor allem die Selbstheilungskräfte aktiviert. 

Cranio wurde in den siebziger Jahren von Dr. John Upledger entwickelt, basierend auf den Kenntnissen der Osteopathie. Dr. Upledger fand heraus, dass alle Teile des Körpers von Geburt an durch Bindegewebe verbunden sind. Das craniosacrale System, das aus Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) besteht, verläuft vom Schädel (cranium) über die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (sacrum). Der Liquor umfließt die Hirn- und Rückenmarkshäute, die wiederum mit Bindegewebe umgeben sind. Blockaden in diesem System stören das „Fließen“, die Durchblutung, die Heilung, und wirken sich auch auf die umliegenden Gewebe, wie Muskeln und auf die Organe aus. 

Weiterhin besitzt das Bindegewebe die einzigartige Fähigkeit, psychische oder physische Traumen (auch pränatal – das Bindegewebe ist bereits da voll angelegt) zu speichern, sich zu „erinnern“. Damit ist zu erklären, dass sehr oft bei der sanften Lösung des Bindegewebes (die beweglichen Schädelnähte sind auch damit umgeben) nicht nur eine körperliche Besserung eintritt, sondern auch emotionale Blockaden gelöst werden. Oft tritt der ursprüngliche Schmerz oder die Emotionen dann kurz an die Oberfläche (Erstreaktion), verlässt damit aber den Körper. Somit unterscheidet sich Cranio grundsätzlich von schulmedizinischen Methoden, die die Beschwerden häufig nach innen drücken. 

Cranio kann bei vielerlei Beschwerden eingesetzt werden, wie zum Beispiel bei Kopf-, Nacken- Rückenbeschwerden, allgemeinen Verspannungen, Migräne, Menstruationsbeschwerden, Stress, Schlafstörungen, Folgeschäden nach Unfällen, depressiven Verstimmungen, Konzentrationsproblemen, Müdigkeit, Störungen im Immunsystem und vielem mehr. 

Eine Behandlung dauert circa eine Stunde in akuten Fällen können ein bis zwei Behandlungen reichen, bei chronischen fünf bis zehn, wobei man sich eine Wiederholung zum Erhalt der Gesundheit doch immer wieder gönnen sollte.

 

erstellt am 08.03.1999, zuletzt geändert am 06.12.2012